Mirnockhüter
Mirnockhüter

DER ROTE PFAD (The red road)

Der "Rote Pfad" des Lebens ist auch eng mit dem "Sacred Hoop" heiligen Kreis des Lebens (CANGLESKA WAKAN - Medizinrad der Lakotas) verbunden.

Der rote Pfad ist eine Gemeinschaft (Kreis von Menschen) die Hand in Hand gehen. Menschen, die in dieser Realität leben, und auch Menschen die zwischen dieser Realität und der Geisteswelt (spirit world) leben, gemeinsam mit Sternenwesen, Tierwesen, Steinwesen, Flusswesen, Baumwesen (engl. star people, animal people, stone people, river people, tree people).

Den roten Weg beschreiten beschreibt der Lakota „Black Elk“ SCHWARZER HIRSCH:

„Von dort im Norden, wo der Riese lebt, nach dem Süden, wohin wir immer blicken, dort führt der Rote Weg, der Weg des Guten, auf diesem Weg soll unser Volk gehen.

Der schwarze Weg führt von dort wo die Donnerwesen leben (Westen) dorthin wo die Sonne immer scheint (Osten), ein angstvoller Weg, ein Weg der Probleme und des Krieges (road of trouble & war).“

 

Den roten Weg zu Gehen bedeutet:                                                                             

- zu wissen über das Opfern und Leiden, zu wissen, dass du eines Tages     in die Geisterwelt hinübergehen wirst, und du wirst dich nicht fürchten; 

- deine Ahnen und Vorfahren zu kennen (ehren) und sie um Unterstützung zu rufen.....(bei Gebeten und in den Zeremonien)                                         

- ein freier Mensch zu sein, frei zu reisen, stehen zu bleiben, frei zu arbeiten, frei zu handeln, frei zu entscheiden, frei meinen Lehrern zu folgen, frei der Religion unserer Väter zu folgen, frei zu sprechen, frei zu denken und frei für sich selber zu handeln.

Um den roten Weg zu gehen, haben wir von Gott gegebene Rechte:

Du hast das Recht frei zu beten, zu tanzen, zu denken, zu schützen, deine Mutter zu kennen, zu träumen, Visionen zu haben, zu lehren und zu lernen,  glücklich zu sein, jene die falsch leben festzuhalten (aufzurütteln), die Wahrheit zu sehen/erkennen, mit der Geisterwelt zu leben.

Unser Ziel am Roten Weg ist es, als freies bewusstes Wesen im Einklang und Respekt vor der gesamten Schöpfung (Wakan Tanka) zu leben und immer den Naturgesetzen und kosmischen Kreisläufen (Sacred Hoop) zu folgen. In Verbindung mit den Ahnen und der Geisterwelt gehen wir auf die Suche nach dem göttlichen Frieden im Herzen und versuchen mit unseren Mitmenschen in Liebe und Harmonie zu leben. Dabei denken wir immer an die folgenden sieben Generationen, die nach uns auf unserer Mutter Erde leben werden, weshalb wir respektvoll und nachhaltig mit allem Leben und den Ressourcen der wunderschönen Erdmutter umgehen sollen.

Aho, mitakuye oyasin.

   ***Aktuelles***

Gedanken zum Frühlingsanfang !
 
Die globalen Ereignisse der letzten Wochen mit der Corona-Virus Ausbreitung und drohenden wirtschaftlichen Folgen für uns verwöhnte Mitteleuropäer lassen bei den meisten Mitmenschen Zukunftsängste für sich und ihre Angehörigen und Freunde aufkommen. Ich bin als aktiver Polizist im Kriminaldienst sowohl dienstlich als auch privat als Mirnockhüter gefordert, trotzdem positiv zu denken und meine Hilfe anzubieten.
 
Derzeit sind keine privaten Treffen auch nur in kleinen Gruppen, wie die Zeremonien der Mirnockhüter, in der Öffentlichkeit erlaubt
 
Daher möge jeder für sich selber zu Hause mit kleinen Ritualen seinen eigenen Weg zur inneren Ruhe wieder suchen und auch finden. 
 
Nützen wir die neu gewonnene Zeit daheim um jene Sachen zu erledigen, die wir jahrelang aufgeschoben haben. Reinigen wir nicht nur materiell unsere Wohnungen, geben alte Kleidung und Hausrat weg, sondern widmen wir uns auch unseren geistigen und seelischen Bedürfnissen und Fähigkeiten. Lassen wir uns nicht zu sehr vom exzessiven Nachrichtenkonsum und den sozialen neuen Medien mit vielen Fake-News in Panik versetzen.
Mit dem Lesen von guten Büchern, kleinen Alltagsritualen mit Räuchern, Trommeln, Musizieren, Singen und Meditieren, Malen und Schreiben, Spaziergängen in der Natur und Yoga zu Hause lassen sich die negativen Gedanken und Ängste am besten vertreiben und helfen, alle unsere Akkus wieder aufzuladen. Wir haben dann auch bald wieder mehr Kraft für unser inneres Gleichgewicht und Harmonie mit unseren Familien und Mitmenschen, wenn die Wochen der Einschränkungen vorbei sein werden.
 
Mit dem Verzicht von direkten persönlichen Kontakten schützen wir uns selber und vor allem unsere älteren und auch vorerkrankten Brüder und Schwestern vor schwerem Leiden und helfen der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Wir verdanken den älteren Generationen friedliche Lebensjahre in Europa und einigen Wohlstand. Alle Natives lieben und ehren auch ihre Ältesten und Vorfahren.
 
Doch wir sollen auch die Kehrseite dieses Wohlstandes jetzt anschauen. Die Ausbeutung der Erde und Rostoffe zum Schaffen von noch mehr Wirtschaftswachstum und globaler Handel mit Gütern die im Fernen Osten billigst produziert werden hat neben dem Klimawandel auch die Umwelt, Wasser und Böden zerstört. Auch viele arme und junge Menschen in Herkunftsländern wurden schlecht bezahlt, aber schwer krank gemacht.
 
Was auch immer der Auslöser der Ausbreitung dieses Corona-Virus war, wird schwer feststellbar und schon kaum öffentlich beweisbar sein.
Wir sollen aber daraus lernen und jetzt handeln.
 
Mir fallen da die Prophezeiungen der Hopi-Indianer mit ihrem Felszeichnungen ein, die das Ende der materiellen Welt und fortdauern der naturbezogenen Menschen und Völker voraussagt. Die Menschheit steht gerade jetzt auf diesem Kreuzungspunkt sich noch entscheiden zu können, wohin die Entwicklung gehen soll. Wir alle können diese Entscheidung nur für uns treffen, aber als Vorbilder viel dazu betragen, anderen dabei zu helfen.
 
Daher werde ich heute am 20.März zur Mittagszeit zum Frühlingsanfang und der Tag-und Nacht-Gleiche alleine irgendwo am Mirnock für den Großen Geist und Mutter Erde meine Sonnentanzpfeife rauchen.
Ich werde den Schöpfergeist für alle Kranken beten und um Hilfe bitten, dass wir alle für unsere persönlichen Entscheidungen die nötige Klarheit im Geist und innere Ruhe im Herzen finden, damit wir den Weg zur Harmonie wieder finden.
Auf der ganzen Welt feiern heute mit uns viele naturbezogene und spirituelle Menschen dieses Fest der kosmischen Harmonie.
 
Liebe, Licht und Frieden
 
Mitakuye oyasin
 
Harald
Cetan-Nighthawk